Name/ Title
Position
Phone #
Flores-Orozco Adrian
Assistant Prof. Dr.rer.nat.
Head of the Research Group Geophysics
+43 (1) 58801 - 12834
Secretary
+43 (1) 58801 - 12802
Brückl Johanna
Projektass. Dr.phil.
 
 
Brückl Ewald
Em.O.Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr.phil.
Emeritus Professor
+43 (1) 58801 - 12820
 
+43 (1) 58801 - 12831
Castillo Arias Jorge Enrique
Dipl.-Ing. Mag. Dr.techn.
 
+43 (1) 58801 - 12822
Chwatal Werner
Mag.rer.nat. Dr.rer.nat.
 
+43 (1) 58801 - 12824
Denk Astrid
Bakk.techn.
 
 
Gallistl Jakob
Projektass.(FWF) Dipl.-Ing. BSc Bakk.techn.
 
+43 (1) 58801 - 12827
Loderer Walter
ARat Ing.
Technical Assistant
+43 (1) 58801 - 12825
Maierhofer Theresa
Bakk.techn.
 
+43 (1) 58801 - 12830
 
+43 (1) 58801 - 12829
Mertl Stefan
Mag. Dr.rer.nat.
 
+43 (1) 58801 - 128 29
Röcklinger Noemi
Bakk.techn.
 
 
Schlögel Ingrid
Dipl.-Ing. Dr.techn.
 
 
Steiner Matthias
Projektass. Dipl.-Ing. BSc
 
+43 (1) 58801 - 12826
 

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Em.Univ.Prof. Dr. Adrian Eugen Scheidegger
1925 - 2014

Adrian Eugen Scheidegger wurde am 2 Mai 1925 in Basel geboren. Seine akademische Ausbildung erhielt er an der ETH Zürich, u.a. bei Wolfgang Pauli, sowie an der Universität Toronto. Nach Abschluss seiner Studien war Adrian Eugen Scheidegger als Geophysiker in der Industrie und dem öffentlichen Dienst in Kanada tätig, danach Associate Professor of Mathematics an der Universität Alberta und seit 1961 auch Visiting Professor of Geophysics an der Universität Illinois.

Im Jahre 1970 wurde Adrian Eugen Scheidegger als erster Professor an das neu gegründete Institut für Geophysik der TU Wien (damals Technische Hochschule Wien) berufen.

Seinen herausragenden wissenschaftlichen Ruf erlangte Scheidegger unter anderem durch mehrere Bücher, von denen “The physics of flow through porous media” (Univ. Toronto Press, 1957), “Principles of Geodynamics” (Springer, 1958, 1963, 1982) und “Theoretical Geomorphology” (Springer, 1961, 1970, 1991) besonders hervorgehoben seien. Das Spannungsfeld der Erde stand im Zentrum seiner, gemeinsam mit seinen Mitarbeitern an der TU Wien betriebenen Forschungen. Auch nach seiner Emeritierung im Jahr 1991 blieb Adrian Eugen Scheidegger wissenschaftlich tätig, wie u.a. das Buch „Morphotectonics (Springer, 2004) belegt.

Adrian Eugen Scheidegger ist am 10 Dezember 2014 in Baden AG, Schweiz verstorben. Mit ihm verlieren die TU Wien und die internationale Fachwelt nicht nur einen brillanten Geist, der komplexe geowissenschaftliche Beobachtungen in klare Konzepte zu fassen wusste. Seine nähere Umgebung konnte darüber hinaus in anregenden Gesprächen seine umfassende humanistische Bildung bewundern. Um diese Seite von Adrian Eugen Scheidegger zu würdigen, sei auf das Buch „Heilige Kühe: Chaos-Theorie der Human-Evolution“ (Europäische Hochschulschriften, Peter Lang, 1997) verwiesen.

Ao. Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Franz Kohlbeck – ein Nachruf

Franz Kohlbeck wurde am 9. November 1943 in Wien geboren. Nach Volksschule und Mittelschule in Wien begann er 1961 das Studium der Technischen Physik an der damaligen Technischen Hochschule Wien. Mit der Diplomarbeit „Eindimensionaler Modellkristall zur Berechnung der thermisch-diffusen Streuung“ erlangte er das Diplom im Jahr 1969. Im gleichen Jahr schloss er die Ehe mit Frau Gloria Schmidt. Nach der Diplomprüfung wurde Franz Kohlbeck Universitätsassistent am Institut für Mechanische Technologie und Baustofflehre der Technischen Hochschule Wien. Gleichzeitig war er Mitarbeiter der Technischen Versuchs- und Forschungsanstalt der gleichen Hochschule. Mit der Dissertation „Computerprogramm zur Berechnung der Zelldimensionen aus den d-Werten von Pulveraufnahmen“ wurde  er 1974 zum Dr. techn. promoviert.

Mit dem Übertritt von seiner bisherigen Stelle an das Institut für Geophysik der nunmehrigen Technischen Universität Wien begann 1975 die Laufbahn von Franz Kohlbeck als Geophysiker. Selbständig und in Kooperation mit dem damaligen Ordinarius Adrian E. Scheidegger leistete er hervorragende Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Geostatistik und der Geomechanik. Besonders hervorgehoben seien hier seine Arbeiten zur Analyse von Kluftorientierungsdaten, in-situ Messungen der Gebirgsspannungen und deren Interpretation. Mit der Habilitationsschrift „ Rezente Gebirgsspannungen in Österreich“ erlangte er 1981 die Lehrbefugnis als Universitäts-Dozent. In den Jahren 1986 und 1988 war er auch als Gastprofessor an der Universidad Nacional de Colombia in Bogota / Kolumbien tätig. Nach der Emeritierung von Adrian E. Scheidegger im Jahr 1991 übernahm  Franz Kohlbeck die Leitung der Abteilung Geophysik, nunmehr am Institut für Theoretische Geodäsie und Geophysik bis zur Berufung von Ewald Brückl im Jahr 1993.

Der Titel A.o.-Professor wurde Franz Kohlbeck im Jahre 1994 verliehen. In der Folgezeit dehnte Franz Kohlbeck seine wissenschaftliche  Tätigkeit auf Fragestellungen der Ingenieurgeophysik und Hydrogeophysik aus. Es war immer sein Bestreben geophysikalische Methoden mit einem tiefen Verständnis der physikalischen Grundlagen zu betrieben. Dieser Zugang prägte auch den Stil seiner vielfältigen Lehrveranstaltungen, von denen die Vorlesungen Theoretische Geophysik, Geoelektrik und Bohrlochmessungen, Geophysik in der Hydrologie und Finite Elemente Methoden in den Geowissenschaften hervorgehoben seien.

Nach seiner Pensionierung im Jahr 2009 blieb Franz Kohlbeck weiterhin in der Geophysik tätig. Hohe Anerkennung verdiente er sich durch die Vorbereitung und Durchführung von zwei Trainingsprogrammen im kurdischen Gebiet des Irak in den Jahren 2008 und 2009. Diese Programme waren eine Kooperation mit der OMV und beinhalteten eine Einführung in Methodik und Anwendung der Explorationsseismik.

Am 17. März 2016 riss ein Autounfall Franz Kohlbeck aus dem Leben. Wir, seine ehemaligen Kolleginnen und Kollegen sind zutiefst betroffen und drücken seiner, durch den plötzlichen Verlust schwer getroffenen Familie unsere Anteilnahme aus. Wir danken Franz Kohlbeck für sein hohes Engagement in Forschung und Lehre, aber auch für sein stets entgegenkommendes, menschliches Verhalten.

Wien, im März 2016                  Em.Univ. Prof. Dr. Ewald Brückl